Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf leben derzeit ca. 4.098 geflüchtete Menschen in 10 Unterkünften des LAF (Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin), davon rund 880 Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter. 501 Kinder werden in 43 Willkommensklassen in unterschiedlichen Bezirksschulen des Primär- und Sekundärbereiches I regelbeschult. (LAF, Stand Oktober 2024).
Oft sind die Kinder und Jugendlichen durch traumatische Erlebnisse sowie in ihrer persönlichen Entwicklung belastet. Deren Folgen und auch ihre Belastungen durch den Kulturwechsel zeigen sich oft in ihrem Schulalltag in Form von Isolation, Aggressivität, Rückzug, Leistungsschwäche oder Schulverweigerung.
Hier setzt das Projekt Willkommensklassen an, das wir seit 2015 an Schwerpunktschulen durchführen: Willkommensklassen sind ein traumapädagogisches Angebot der Schulsozialarbeit, mit dem wir im Rahmen der Willkommensklassen die betroffenen Kinder stabilisieren, stärken und unterstützen möchten. Mit der Zielstellung, die Kinder erfolgreich in die Schule zu integrieren und eine gute Anbindung zu schaffen, haben wir uns in dem Schnittstellenprojekt folgende Arbeitsschwerpunkte gesetzt:
In enger Zusammenarbeit mit dem schulpsychologischen und inklusionspädagogischen Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ), dem Bezirksschulamt und der Jugendberufsagentur sowie anderen Trägern der freien Jugendhilfe setzen wir das Projekt im laufenden Schuljahr 2024 / 25 an folgenden Schulen um:
Willkommensklassen wird aus dem Landesprogramm Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen der Stiftung SPI im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung gefördert und finanziert.